Aus Feld und Flur

 
 

Schaut mich an , mich edlen Busch,

ich verdiene einen Tusch!

Der letzte bin ich hier auf breiter Flur,

und meine Geschwister sind nicht etwa zur Kur!

Sie wurden ermordet nach und nach,

welch Schmach!


Und ich?

Meine Arme wurden wohl zu weit,

brutal hat man sie abgesägt,

denn die Maschinen wären doch so breit.


Nun seh‘ ich aus wie ein Atompilz -

Gott vergelt‘s.


Vor kurzem pfiff mir die Meise:

sie käme nun nicht mehr so oft,

wegen der schrecklich langen Reise.

Den Vogelgesang, den feinen,

hör ich nun nicht mehr - auch nicht leise.


So stirbt mit mir auf häßliche Weise

Feld und Flur,

das ist doch sch.....

 

Der Busch

Wenig später am selben Ort....

Da guck ich links und guck auch rechts

was soll ich sagen...

ich bin perplex,

das ist nicht nur ein grüner Klecks.


Da hat doch einer still und heimlich...

und er war auch gar nicht kleinlich...

viele neue Freunde mir zur Seit gestellt,

das hat meine Stimmung sehr erhellt.


Nun bin ich nicht mehr so allein,

hurra hurra, das ist vielleicht fein,

Da schlaf ich abends gleich besser ein.


An diesem einst so trüben Ort,

ist die Einsamkeit nun ganz verflogen,

schon gestern Vögel sangen hier und dort,

das ist wirklich nicht gelogen.


So wächst wieder rund um die Uhr,

und das nicht mal spärlich,

Feld und Flur,

das ist doch herrlich.